Was ist das Winterprojekt?

Das Besondere am Winterprojekt ist, dass es aus der Lakotagemeinde heraus selbst entstand.

2004 startete Andrea Cox, die sich seit 1997 für die Belange der Lakota in Pine Ridge engagiert, das Projekt mit einer befreundeten Person im Reservat.

Andrea: "Wir begannen damit auf privater Basis, indem wir Gelder sammelten. So konnten wir das Heizmaterial drüben für die Familien mit Kreditkarte bezahlen. 2006 hatten wir dann das große Glück und konnten ein humanitäres Spendenkonto  bei der Gesellschaft für bedrohte Völker eröffnen."

Ab 2009 übernahm das Ehepaar Delores  & Wendell Yellow Bull das Winterprojekt als Ansprechpersonen im Reservat. 2016 verstarb jedoch Delores nach einer schweren Krankheit. Doch trotz des schweren Verlustes wird die Familie Yellow Bull das Winterprojekt weiter betreuen, da es Delores sehr am Herzen lag.

Auch in Deutschland wird das Projekt in Gedenken an Delores von weitergeführt. Unterstützt wird Andrea Cox hierbei von Andrea Zwack, welche mittlerweile auch Ansprechperson für alle Fragen rund um das Winterprojekt ist. Zudem gibt es viele weitere Helfer, die an verschiedenen Orten und nach verschiedenen Möglichkeiten unser Winterprojekt unterstützen.

Natürlich ist die Arbeit der Betreuer und Helfer im Reservat und hier in Deutschland ehrenamtlich.  

Die meisten Menschen im Reservat heizen mit kleinen Öfen, für die sie Propangas benötigen. Aber auch zum Kochen und für das heiße Wasser im Bad wird Propangas verwendet. Ein Propantank umfasst entweder 250 oder 500 Gallonen (etwas 950-1900 Liter). Das Propblem hierbei ist:                                                                    Damit die Propanfirma überhaupt Propangas anliefert, muss mindestens eine Lieferung in Höhe von 175 USD bestellt werden. Die Preise variieren jedoch ständig. Für die meisten Familien unbezahlbar. Doch auch für andere Heizmaterialien fehlt das Geld. Oft stellt sich den Familien die Frage:

Kaufen wir Lebensmittel ein oder Heizmaterial?

Vor allem die alten Menschen im Reservat und die Kinder leiden darunter. Durch Unterkühlung holen sie sich schwere Erkältungen. Leider kommt es im Winter auch oft zu Todesfällen, weil die Menschen auf der Straße oder in ihren baufälligen Häusern erfrieren.

Durch Spenden konnten wir in den vergangenen Jahren vielen Familien über die Wintermonate helfen, in dem wir für Sie das Heizmaterial gekauft haben. Oftmals sind bei den Familien, die durch Spenden in der Lage waren ihr Haus warm zu halten, andere Familienangehörige mit eingezogen.

 

Helfen auch Sie den Menschen im Pine Ridge Reservat die kalten Wintermonate zu überstehen.

Jede noch so kleine Spende hilft!

 

Einer der Leitsätze der Lakota lautet - wir sind alle Miteinander verwandt.

 

- Mitakuye Oyasin -

 

 

Woher erfahren die Lakota von dem Projekt?

Da unser Winterprojekt kein Stammesprogramm ist, sondern eine humanitäre Hilfe, wird unser Projekt im Reservat mündlich weitergetragen. Alleine durch diese mündliche Verbreitung von Lakota Familie zu Lakota Familie, von Freunden zu Freunden, von Nachbarn zu Nachbarn, kommen jedes Jahr mehr und mehr Hilferufe bei uns an.

Und wir helfen ALLEN bedüfrtigen Lakota Familien, solange wir genügend Spenden zur Verfügung haben. Es wird niemand abgewiesen und niemand bevorzugt.

 

 

 

 

Warum wir das tun?

Das werden wir oft gefragt. Ist das nicht nur ein Tropen auf den heißen Stein? Machen wir die Situation dadurch nicht noch schlimmer?

Wir sind der Meinung:  NEIN!

Natürlich muss Armut langfristig bekämpft werden. JA! Aber dies ist ein langer und ein schwerer Prozess. Was aber gegen die akute- in diesem Moment bestehende- das Leben bedrohende Armut tun?

Jeden Winter sterben im Reservat Menschen an Unterkühlung. Zumeist ältere und alleinstehende Menschen, zumeist Frauen. Es sind die Kinder, die Schwangeren und die Kranken die im Winter unter der Kälte leiden.

Und genau hier greift das Winterprojekt! Ein Projekt, welches aus der Lakotagemeinde selbst entstand und wir wollen diesen Menschen helfen. Menschen, die die Politik bislang vergessen hat.

Auch wenn die Lakota in den USA leben, herrscht im Resevat große Armut. Vielen Familien stellt sich im Winter die Frage:

"Bezahlen wir Lebensmittel oder Heizkosten?"

Und in den Wintermonaten kann es in Süd Dakota richtig kalt werden. Temperaturen von -20°C sind keine Seltenheit und oft wird das Reservat von heftigen Schneestürmen, sogenannten "Blizzards", heimgesucht. Die ohnehin schlecht isolierten Trailer bieten dann kaum noch Schutz vor der eisigen Kälte.

Ist eine Besserung in Sicht?

Leider nein! Die derzeitige politische Lage in den USA bedeutet für die indigene Bevölkerung in Pine Rdige  und in den anderen Gebieten der USA vor allem das Streichen von Fördergeldern.