Heizmaterial aus dem Stammes- Programm der Oglala Lakota -

 

Für Eilige: Der Stamm erhält Gelder für das Heizprogramm. Es leben 40.000 Menschen in der Reservation. Pro Familie kann jeder 1 x pro Monat das Minimum an Heizungspauschale erhalten, bei Propan Gas ca. 100 Gallonen Gas. Das reicht aber hinten und vorne nicht. Viele müssen daher entscheiden, ob sie die vorhandenen eigenen Mittel für Lebensmittel oder nochmal für Heizung ausgeben (Hungern oder fieren).

 

Wer es genauer wissen will….

Erklärung dazu:

Es leben ca. 40.000 Oglala Lakota auf der Reservation.

85 % davon sind im Winter arbeitslos.  (Im Sommer zwischen 75 - 85 %.)

Es gibt 9 Distrikte/Bezirke im Reservat und hier sprechen wir von 52 Gemeinden.

Jeder Bezirk beinhaltet mehrere Gemeinden wie z.B. Wakpamni, ist ein Distrikt und hat

6 Gemeinden, darunter sind Wolf Creek, Payaya, Red cloud, Slim buttes, Calico, Wakpamni Lake. Das gleiche gilt für Medicine Roots Distrikt oder Oglala Distrikt usw.

 

Der Stamm erhält einen gewissen Betrag von der Regierung für das Heiz- Program. Dieses Geld muss reichen von Oktober des aktuellen Jahres  bis September des nächsten Jahres, sprich 12 Monate für 52 Gemeinden, sprich 40 tausend Menschen.

Also reichen die Hilfen vom Stamm NIE für alle Familien in den Gemeinden aus.

 

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Propan Preise ständig schwanken, d.h. das sie im Winter oft steigen, so ist das Kontingent vom Stamm noch schneller aufgebraucht. Wie bei uns auch die Spenden, wenn die Preise steigen. z.B. in 2017 von 134 USD auf 175 Dollar von heute auf morgen gestiegen war. Den Winter zuvor sogar bis auf 200 USD für das Minimum an Propan Lieferung. Diese Lieferungen reichen im strengen Winter oft nie für einen vollen Monat sondern nur für 2 bis 3 Wochen, dann ist es leer und es gibt keine Hilfen mehr vom Stamm.  

Im Moment (Dez. 2017) liegt der Preis für Propan Gas bei 175 USD.

Ein weiteres Problem ist, dass es nur eine Propan Firma gibt, die Lakota Plains Co. die im Pine Ridge Reservat Propan ausliefert, deshalb sind die Menschen gezwungen,  dort einzukaufen.

Ab und zu bekommt der Stamm auch von Süd- Amerika Hilfe,  aber das Geld ist innerhalb eines Tages aufgebraucht. Es reicht nie für alle.

 

Jeder der Anspruch auf einmaliger Propan Hilfe pro Monat vom Stamm hat, hat spätestens Mitte des Monats kein Propan mehr.  Jeder Bedürftige bekommt ein Minimum geliefert das sind 100 Gallonen. Mehr gibt es nicht.

Die Familien müssen jeden Monat entscheiden, ob sie Propan kaufen oder Strom bezahlen den beides reicht NIE.

Deshalb sind wir froh und dankbar, dass wir hier mit  unseren Winterprojekt  helfen können. 

Wir arbeiten nicht mit der Stammesregierung zusammen oder mit Häuptlingen, deshalb sind wir auch kein Stammes Program.

Unser Winterprojekt ist ein gemeinsames Projekt, eine humanitäre Hilfe mit vielen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern hier in Deutschland und im Reservat.