Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi Incorporation

(To bring back the Horse and the Child Incorporation)
(Das Pferd und das Kind wieder zusammen bringen.)

(Lakota Horsemanship Organisation)
(Lakota Reitkunst Organisation)



 

>>We are  Lakota. We are not Cowboys, we are Horsemen.<<

( O-Ton: Mel Lone Hill,  ehemaliger  Vize -Stammespräsident  der Pine Ridge Indian Reservation
und Mitglied der Organisation Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi Inc.)

Die Sioux bzw. Lakota gelten als die besten Reiter, sowie Pfeil- und Bogen-Schützen. Beides ist in ihrer Tradition tief verankert. Die Arbeit und das Zusammenleben mit den Pferden, sowie das Aufleben alter traditioneller Werte sollen den jungen Indianern zur Wiederfindung ihrer eigenen Identität verhelfen.

Ziel dieser Organisation ist es, Kindern und Jugendlichen durch verschiedene Programme die Rückführung zur  eigenen Kultur zu ermöglichen und sie dadurch vor Alkohol- und Drogenmissbrauch zu bewahren.

Die meisten Familien auf dem Pine Ridge Reservat sind von Alkohol, Drogen und Gewalt geprägt. Für die indianischen Kinder und Jugendlichen ist es schwer diesem Teufelskreis zu entfliehen und an eine hoffnungsvolle Zukunft zu glauben. Schulerziehung und medizinische Versorgung sind lückenhaft.

Die beiden Vorstandsvorsitzenden Wendell Yellow Bull und Shorty Brewer versuchen seit Jahren durch großes Engagement zusammen mit den Mitgliedern der o.g. Lakota Horsemanship den Kindern und Jugendlichen ihres Volkes zu helfen, den richtigen Weg zu finden.

Beispiele:
Chief Ride, Crazy Horse Memorial Ride, Little Bighorn Ride, Laborday Ride und Sobriety Ride und Si Tanka Ride.


Herr Brewer ist Initiator des Crazy Horse Memorial Rides im Juni.  Der fünftägige Ritt wird seit Jahren  im Juni unter der Leitung spiritueller Führer von Fort Robinsion (dort wurde  1877 der legendäre Lakota Häuptling Crazy Horse ermordet) bis Pine Ridge mit mehr als 100 Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt. Er dient  der  Rückführung zur ihrer eigenen Identität und Kultur und als Schutzmaßnahme vor Alkohol und Drogen.

Eine weitere Aktion für Jugendliche ist der  Sobriety Ritt, welche im Juli durchgeführt wurde. Die Kinder wurden bewusst  mit ihren Pferden durch White Clay geführt, einer Grenzgemeinde die vorrangig aus Holzhütten besteht, welche fast ausschließlich dem Verkauf von  Billig-Alkohol dienen. Die Teilnehmer des Sobriety Ritts hielten dort demonstrativ an, um zusammen mit den Kindern für die vielen betrunkenen Indianern zu beten, die vor den Hütten lagen.

Verschiedene Workshops mit Kindern und Jugendlichen sind bereits durchgeführt worden, regelmäßige  Woodcrafting Kurse,  Kräuterexcursionen, u.a. mit dem Wild Life Biologen Richard Sherman, sowie mehrtätige Wilderness Camps sind geplant. Wahrend der Wintermonate wurden verschiedene Workshops für die Jugendlichen durchgeführt wie z. B. Halfter anfertigen, Bilderrahmen aus Holz, Besuch einer Landwirtschaftsausstellung in Rapid City mit Übernachtung und Essen und Kinobesuch.

 


Auf dem Weg in eine neue Freiheit: zurück zu den Wurzeln

Indianer- Horsemenship Organisation in Süd-Dakota fördert ihre Jugendlichen

Pine Ridge, South Dakota / USA (pew) Großes Engagement bei der Förderung ihrer Kinder und Jugendlichen zeichnet eine vor Jahren gegründete Non- Profit Corporation, eine gemeinnützige Vereinigung der Lakota (Sioux) in der Pine Ridge Reservation in Süd-Dakota aus. Unter der Leitung der beiden Vorstandsvorsitzenden Wendell Yellow Bull und Bam Brewer kümmert sich die „Lakota Horsemenship Organisation“ darum, Kinder und Jugendliche ihres Volkes vor den Gefährdungen durch Alkohol und Drogen zu bewahren, indem sie ihnen die Möglichkeit geben mit Pferden zu arbeiten, reiten zu lernen und sie auf diesem Weg zu alten Reittraditionen zurückzuführen. Ein Bemühen, das durchaus von Erfolg begleitet ist, jedoch stark abhängt von Spenden, die es ermöglichen, Projekte zur Prävention auch in Zukunft zu verwirklichen.

„Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi“ (Lakota), auf Deutsch: „Pferd und Kind zusammenführen“. Unter diesem Namen haben die Mitglieder der Lakota Horsemenship ihre Vereinigung gestellt, mit deren Hilfe sie Kinder und Jugendliche in der Sioux-Reservation Pine Ridge vor dem gefährlichen Abdriften auf die Alkohol- und Drogenschiene bewahren wollen.

Zugleich werden die jungen Indianer wieder zurückgeführt zu ihren traditionellen Wurzeln, zu denen den Lakota und den meisten anderen Indianervölkern seit Ende des 19. Jahrhunderts der Zugang systematisch verwehrt wurde. Nach dem berüchtigten Massaker an rund 300 wehrlosen indianischen Menschen im Dezember 1890 am Wounded Knee- Bach in Süd-Dakota brach der Widerstand der Prärie-Indianer gegen die weißen Eindringlinge endgültig zusammen. Eingepfercht in die Ghettos öder Reservationen und abgeschnitten von ihren alten Traditionen, machten sich bei vielen Stämmen Verzweiflung und Resignation breit. Was blieb war die Flucht in die tödliche Scheinwelt des Alkohols und anderer Drogen - für Jahrzehnte ein Teufelskreis.

Doch setzte in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Umdenken ein. Führende Vertreter des Sioux-Volkes erinnerten sich bei ihrer Suche nach Auswegen aus der Hoffnungslosigkeit wieder ihrer alten Traditionen und der spirituellen Sicht einer Einheit der Welt und ihrer Lebewesen. Seither hat man insbesondere bei der indianischen Jugend Erfolge damit, ihre uralten kulturellen Wurzeln freizulegen und neu zu beleben. Die Gründer der Organisation „Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi“ nutzten dabei ihre Liebe zu den Pferden, die den Indianern stets geblieben war. So nimmt man seit Jahren regelmäßig an „Memorial Rides“, Gedenkritte, teil, bei denen an wichtige Ereignisse oder hervorragende Persönlichkeiten erinnert wird. So initiiert Bam Brewer alljährlich im Juni einen fünftägigen Ritt zu Ehren des großen Oglala-Kriegers Tasunka Witkó, dessen Lakota - Name von den Amerikanern sehr oberflächlich als „Crazy Horse“ übersetzt wurde. An diesem Ritt nehmen seither stets mehr als 100 Jugendliche teil. Begleitet werden sie während dieser fünf Tage von spirituellen Führern, von denen die jungen Reiterinnen und Reiter in Sitten, Sprache und Gebräuche ihres eigenen Volkes unterwiesen werden.

Übers Jahr verteilt werden auch Workshops, Exkursionen und Kurse in alten Kulturtechniken angeboten und genutzt, die den jungen Menschen sinnvolle Alternativen bieten, um sie vor einem Abgleiten zu bewahren. Die in den Kursen hergestellten traditioneller Gebrauchs- und Kunstgegenstände werden zum größten Teil verkauft und dienen zur mit Finanzierung für neue Kurse, Ausflüge und Ritte. Natürlich sind all diese Bemühungen mit Kosten verbunden, die von den Organisatoren nicht allein aus eigenen Mitteln aufgebracht werden können.

Man ist auf Spenden angewiesen, die von Freunden der Indianer aus aller Welt willkommen sind. Frau Andrea Cox aus Mannheim wurde vom Aufsichtsrat der „Lakota Horsemenship“ bevollmächtigt, im Interesse dieser Organisation um Spenden zu bitten sowie Geschenke von Menschen aus Deutschland für die „Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi“ Incorporation entgegen zu nehmen.

Nähere Informationen vermittelt Andrea Cox unter Tel. 0621 – 801116 oder E-Mail: Horsemanship@andreac.de